Zerstörungswut in Avdat

05.10.2009 Aus der Presse

In der Negev-Wüste im Süden Israels befinden sich archäologische Überreste nabatäischer Städte. Die Nabatäer waren eins der Völker, das nach bisherigem Kenntnisstand zwischen dem 5. Jahrhundert vor der christlichen Ära (C.Ä.) und dem 7. Jahrhundert der C.Ä. in dieser Umgebung lebte.
Zu Beginn waren sie Nomaden, die Waren zwischen dem Fernen Osten und dem Mittelmeerraum transportierten.
Zur Zeit der Römer ließen sie sich nieder und betrieben Landwirtschaft, und im 4. Jahrhundert der C.Ä. wurden sie zu Christen. Deshalb findet man in ihren Städten Überreste byzantinischer Kirchen.
Die Nabatäer sind mit der muslimischen Eroberung dieses Gebiets verschwunden.

Im Negev hat man die Überreste von fünf nabatäischen Städten gefunden, von denen Avdat eine der am besten erhaltenen ist.

Gestern, am 04.10, wurde sie vermutlich von Beduinen, den israelischen Arabern, die in der Wüste leben, schwer vandalisiert. Der Schaden, den die über 2000 Jahre alten Altertümer erlitten, ist enorm.

Bilder von Markus Roettger

Bizantinische Kirche in Avdat
Bizantinische Kirche in Avdat
Weinpresse von Avdat
Weinpresse von Avdat