Mikwe Gefunden

25.09.09  Aus der Presse

In den archäologischen Ausgrabungen, die um die Klagemauer durchgeführt werden, findet man weiter beeindruckende Überreste früherer Zeiten. Diese Ausgrabungen werden von der israelischen Altertumsbehörde in Zusammenarbeit mit den jüdischen Behörden, die den Komplex der Klagemauer verwalten, ausgeführt.
Diese Mitarbeit ist besonders wichtig, da es nach den jüdisch religiösen Vorschriften verboten ist, Ausgrabungen im Tempelbereich durchzuführen. Dieses Verbot wird strengstens eingehalten.

Man fand ein 3-säliges herodianisches Gebäude aus der Zeit des Zweiten Tempels.
Einer dieser großen Säle wurde im 1. Jahrhundert der C.Ä. zu einer großzügigen Mikwe, also einem jüdischen Ritualbad, umgebaut.
Laut dem Archäologen Alexander On wuchs zu dieser Zeit die Stadt Jerusalem und mit ihr die Bedürfnisse an Ritualbädern. Denn die Pilger, die, hauptsächlich zu den jüdischen Festtagen, zu Tausenden zum Tempel kamen, mussten, bevor sie den Tempelplatz betraten, ein Ritualbad nehmen.

Beispiel von Mikwe (hier von Qumran) Foto Ihlemann
Beispiel von Mikwe (hier von Qumran) Foto Ihlemann