Entdeckung einer Stadt aus der Zeit König Davids

Tageszeitung “HaAretz” 31.10.2008

Archäologen der Hebräischen Universität von Jerusalem haben im Terebinthental eine Stadt gefunden, die vermutlich aus der Zeit König Davids stammt.

Das Terebinthental ist berühmt, weil dort das Treffen zwischen dem jungen Hirten David und dem riesigen Kämpfer der Philister, Goliat, stattgefunden haben soll (Samuel 1, 17).

Die Ausgrabungen der Stadt, die „Terebinthenfestung” genannt wird, auf hebräisch „Mivzar HaElah”, fingen dieses Jahr an, und bis jetzt wurden die Grundmauern und das Eingangstor der Stadt freigelegt. Ein Stück Keramik wurde gefunden, die die vermutlich älteste in hebräischen Lettern verfasste Inschrift trägt. Sie beginnt mit den Worten „tue nicht”, auf hebräisch „al taaseh”.

Nach den Untersuchungen der Wissenschaftler handelt es sich um eine Grenzfestung, die sie auf die Zeit zwischen 1090 und 970 vor der Christlichen Ära datieren, also die Zeit, in der  König David lebte.

Noch nicht geklärt ist die Frage, ob es sich um eine israelitische oder eine Philisterstadt handelt. Ein wichtiges Indiz spricht bisher dafür, dass es sich um eine Stadt der Israeliten handelt: Es wurden keine Schweineknochen gefunden. In Philisterstädten hat man bis jetzt immer Schweineknochen gefunden, im Gegensatz zu den bisher ausgegrabenen  Israelitenstädten, wo keine Schweineknochen gefunden wurden. Dies erklärt sich damit, dass bei den Israeliten keine Schweine gegessen wurden.

Terebinthental                 Foto: Silvia Hess
Terebinthental Foto: Silvia Hess

 

Beispiel eine alte Keramic
Beispiel eine alte Keramic

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