Die Bahá’í Gärten in Haifa und Akko

Ma’ariv (Tageszeitung) vom 10.07.2008

Diese Gärten wurden von der Unesco (Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der UN) zum Weltkulturerbe erklärt Mit dieser Auszeichnung wurden die zwei wichtigsten Stätten der Bahá’í auf der Welt geehrt: das Bahji Heiligtum nördlich von Akko, in dem der Bahá’u’lláh, der Gründer des Bahá’í Glaubens, bestattet ist, und die hängenden Gärten in Haifa mit dem Heiligtum des Báb, eines Propheten des Bahá’í Glaubens, dessen Grab dort zu finden ist. Diese zwei von der Unesco anerkannten Stätten sind wunderschön und bergen ästhetische und historische Schätze. Im Bahji Heiligtum sind dies vor allem die Gebäude aus osmanischer Zeit, die als Residenz für den Bahá’úlláh dienten. In Haifa ist es ein Gebäudekomplex, das als Weltzentrum der Bahá’í dient und nach der Schönheit und den Eigenschaften des nahegelegenen Berg Karmel entworfen wurde. Diese Stätten sind ein Pilgerzentrum für die Bahá’hi, die in über 200 Ländern der Welt leben.

Die Gärten sind ein Vorbild an ökologischer Wassernutzung, da ein sehr
sparsames System sie optimal bewässert. Es handelt sich um ein unterirdisches
System mit Mündungen in der Nähe der Wurzeln der Pflanzen. Das übrigbleibende
Wasser fließt in Kanäle, die die 700 Stufen umgeben, und wird erneut genutzt.
Sollte es nötig sein (Israel erklärte dieses Jahr zum Dürrejahr), wird der
Rasen trockengelegt und im nächsten Winter, wenn es wieder Regen gibt, neu
gesetzt, .

Im oberen Teil des Gartens wurden typische Pflanzen der Region gepflanzt, die
nur wenig Wasser brauchen. Das heißt mit Ausnahme der Terrassen, auf denen
Blumen wachsen, sind alle anderen mit Pflanzen bestückt, die auf dem Karmel
wachsen und keinerlei Bewässerung benötigen.

Die anderen erklärten Weltkulturerbe in Israel sind: Mezzadah, die weiße Stadt
in Tel Aviv, die Altstadt in Akko, der Tel von Hazor, der Tel von Be’er Sheva
und der Weihrauchstrasse in der Negevwüste.

 Bahji Heiligtum in Akko
Bahji Heiligtum in Akko
Bahá'i Garten in Haifa  Foto: T. Drumm
Bahá’i Garten in Haifa Foto: T. Drumm

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